1. Hilfe Maßnahmen - Übersicht

#1 von Goldpfote , 22.10.2023 15:19

Hier findet Ihr eine kurze Übersicht über 1. Hilfe Maßnahmen.
Bitte beachtet, dass diese nicht den Tierarzt Besuch ersetzen!


Insektenstiche



Allergischer Reaktion:
Bei Symptomen wie Hecheln, Schwanken, Erbrechen, plötzliches schlechtes Allgemeinbefinden - schnell zum Tierarzt da es sich um eine allergische Reaktion handeln kann.

Gesicht/ Maul/ Rachen:
kühlen,kühlen,kühlen!
Am besten mit einem feuchten Tuch und umgehend zum Tierarzt.
Hier nicht abwarten da die Schwellungen die Atemwege blockieren können und es auch zu schweren allergischen Reaktionen kommen kann.

An Pfoten oder anderen Körperstellen:
Wenn die Katze es zulässt, vorsichtig gucken ob ein Stachel sichtbar ist und vorsichtig mit einer kl. Pinzette herausziehen und die Schwellung kühlen.
Sollte das nicht funktionieren, bitte gleich den Tierarzt aufsuchen.
Keine Hausmittelchen, wie Salbe oder Zwiebel ausprobieren.
Was für uns Zweibeiner Funktioniert, ist nicht immer für unsere Fellnase gut.

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Hitzschlag - gerade im Sommer eine unterschätzte Gefahr


Bei plötzlichen Symptomen wie: Hechel, sehr schnelle und flache Atmung, apathisch, meist nicht mehr ansprechbar, auf der Seite liegen.

Versuchen der Katze etwas Wasser mit einer Spritze einzugeben, In feuchte Tücher wickeln und schnell zum Tierarzt oder in die Tierklinik.

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Stärker blutende Wunden

Sterilen Tupfer benutzen und versuchen leichten Druck auf die Wunde/Blutung auszuüben.
Im Kopfbereich eine Halskrause oder Donut anlegen um Pfötrln an der Wunde zu vermeiden.
Am Kopf- und Brustbereich keinen Verband anlegen, da dieser verrutschen und zum Ersticken führen kann.
An Pfoten und Beinen kann ein Druckverband angelegt werden. Hier immer Polsterwatte zwischen die Zehen klemmen um Scheuer- und Druckstellen zu vermeiden.

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Verbrühungen und Verbrennungen


Keine Brandsalbe o.ä. verwenden!
Kühlen, kühlen, kühlen.
Auch auf dem Weg zum Tierarzt ausreichend weiter kühlen.
Kühlpads in ein Geschirrhandtuch wickeln - kein direkter Hautkontakt.

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Augenverletzungen

Verletzungen am bzw. im Auge gehören grundsätzlich immer in tierärztliche Behandlung!
Nicht selbst behandeln!

Um das Auge während des Transportes zu schützen, sollte man eine Halskrause oder Donut anlegen, um eventuelles Pföteln zu unterbinden.
Ist die nicht zur Hand, kann man einen Verband anlegen:
Feuchte Kompresse auf das Auge legen und eine Binde kreuzweise um den Kopf wickeln.

Bei Verätzungen (durch z.B. Säuren oder Putzmittel) das Auge nur mit Wasser spülen, so lange, wie möglich.
Achtung! Keine Augentropfen, keine Salben aufbringen, auch keinen Kamillentee (kann das Auge zusätzlich reizen).
Fremdkörper auf keinen Fall selbst entfernen, im schlimmsten Fall könnte das Auge auslaufen.

Symptome:
Auge(n) zukneifen, dauerhaftes Zwinkern, Pföteln am Auge, starkes Tränen, eingerissener oder eingerollter Lidrand, evtl. Blutung, stark gerötete und/ oder geschwollene Bindehaut.
Hornhautverletzungen sind äußerst schmerzhaft, die Katze läßt sich kaum (am Kopf) anfassen, milchig trübe Verfärbung erkennbar, bei Lichteinfall ist es auch möglich, evtl. vorhandene Kratzer auf dem Auge oder Fremdkörper zu erkennen.

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Ertrinken

Wenn die Lunge voller Wasser ist, ist immer schnelles Handeln notwendig und kann lebensrettend sein. .
Da in den ersten 4- 7 Minuten "nur" ein Scheintod eintritt, es lohnt sich daher immer, einen lebensrettenden Versuch zu unternehmen.

Das Wasser aus der Lunge zu bekommen:
Die Katze an den Hinterbeinen hochnehmen und in die Höhe halten, so daß das Köpfchen frei nach unten hängt und das Wasser aus dem Maul laufen kann. Den Körper dabei leicht hin und her schwingen. Mindestens 15- 30 Sekunden lang oder eben solange, bis kein Wasser mehr heraus läuft.

Atemreflex auslösen:
Kräftiges Rubbeln des Brustkorbes.

Ist kein Atemreflex auslösbar:
Das Mäulchen geschlossen halten (Daumen liegt auf der Nasenwurzel, Zeigefinger unter'm Unterkiefer/ Kinn) und alle 3 Sekunden Luft in die Nase pusten, bis der Atemreflex einsetzt.
Wer keinen direkten Menschenmund- Katzennase- Kontakt möchte, kann einfach ein Taschentuch/dünnes Tuch dazwischen legen.

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Vergiftung durch Pflanzen


Symptome einer Vergiftung durch Pflanzen
Natürlich kommt es bei einer Vergiftung darauf an, welchen Stoff Deine Fellnase aufgenommen hat und in welcher Menge. Dennoch gibt es einige Symptome, die besonders häufig bei Vergiftungen durch Zimmerpflanzen auftreten und die sofortiges Handeln erfordern.

Erbrechen
Durchfall
übermäßiges Speicheln
Zittern
Unruhe, Taumeln, Lähmungen
auffällig verengte oder geweitete Pupillen

Bei Verdacht auf eine Vergiftung darfst Du keine Zeit verlieren. Auch wenn Du die Aufnahme von giftigen Pflanzenteilen bemerken und sich noch keine Symptome zeigen, sollten Sie sofort reagieren. Die Katze muss in jeden Fall direkt zum Tierarzt! Keinesfalls sollte versucht werden, durch Hausmittel oder gar Medikamente für Menschen das Tier zum Erbrechen zu bringen. Nur ein Tierarzt hat die entsprechenden Möglichkeiten, die Katze effektiv zu behandeln und neben der Entgiftung zum Beispiel auch den Kreislauf zu stabilisieren oder Beruhigungsmittel einzusetzen.


 
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zuletzt bearbeitet 22.10.2023 | Top

   


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